Samenpflanzen (Spermatophyten)

Wichtige Abteilung des Pflanzenreiches, die mit Ausnahme der Abteilung der Moose und der Abteilung der Farnpflanzen alle Landpflanzen umfasst


Den Samenpflanzen gelang es, sich besonders gut an das Leben auf dem Festland anzupassen. Farne und Moose benötigen zur Fortpflanzung ihrer Gametophyten Wasser. Die Samenpflanzen haben diesen Schritt sehr stark reduziert und so organisiert, dass kein flüssiges Wasser mehr nötig ist. Des weiteren perfektionierten sie Anpassungen der Farne an das Landleben. Beispiele dafür sind das interne Wasserleitungssystem, die wasserundurchlässige Cuticula an der Außenseite, und die Spaltöffnungen zur Regulation der Verdunstung und des Wassertransports
Entsprechend ihren überlegenen Eigenschaften stellen die Samenpflanzen die überwiegende Mehrheit aller Landpflanzen. Bekannt sind etwa 240 000 Arten, 700 gehören zu den Nacktsamern, der Rest zu den Bedecktsamern. Auch bei der Mykorrhiza entwickelten die Samenpflanzen eine Anpassung der Moose und Farne an das Landleben weiter. Obwohl sich (arbuskuläre) Mykorrhizastrukturen auch bei Farnpflanzen und sogar bei Moosen beobachten lassen, übertreffen die Samenpflanzen diese beiden Gruppen an Vielfalt und Bedeutung der Symbioseformen bei weitem.

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