Moose (Bryophyten)

(gr. bryon = Moos; phyton = Pflanze)
Etwa 24 000 verschiedene Pflanzenarten gehören zu den Moosen; die ältesten Fossilfunde stammen aus dem mittleren Karbon. Obwohl die Moose keine echten Wurzeln besitzen, bilden einige der Gametophyten Arbuskuläre Mykorrhizen



Die Moose sind noch sehr stark dem feuchten Element verbunden. Ihnen fehlen viele Entwicklungen der übrigen Landpflanzen, die das Überleben an trockenen Standorten sichern. 
Bei der Fortpflanzung zeichnen sich die Moose durch einen besonders deutlichen Generationswechsel aus. Bei dieser Abfolge von Generationen mit einfacher beziehungsweise mit doppelter Genausstattung dominiert bei den Moosen die Generation mit einfacher Genausstattung (Gametophyt). Sie stellt die eigentliche Moospflanze dar, auf der sich die zweite Generation (Sporophyt) entwickelt. Die übrigen Pflanzengruppen reduzieren den Gametophyten immer weiter: Bereits die Farne haben nur noch ein unscheinbares flaches Gebilde, auf dem sich der Sporophyt, die eigentliche Farnpflanze, entwickelt. Bei den Samenpflanzen schließlich erkennen wir den Gametophyten nur noch mit dem Mikroskop; es handelt sich um einige wenige Zellen, die im Verlauf der Entwicklung und Befruchtung der Blüten entstehen. 

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