Bedecktsamer (Angiospermen)

(gr. angeion = Gefäß, Behälter; lat. sperma = Samen)
Bedecktsamer bilden die Samen innerhalb eines Fruchtknotens. Im Gegensatz dazu liegen sie bei den Nacktsamern (Gymnospermen) frei auf den Fruchtblättern. Vorherrschende Mykorrhizaform ist die Arbuskuläre Mykorrhiza, holzige Vertreter bilden auch Ektomykorrhizen. Des weiteren finden wir die Ericoide Mykorrhiza, die Mykorrhiza der Orchideen, und einige Sonderformen wie die Monotropoide Mykorrhiza und die Arbutoide Mykorrhiza.


Die wichtigste Neuentwicklung der Bedecktsamer ist der Übergang zur Befruchtung durch Insekten – die Nacktsamer waren noch auf den Wind zur Befruchtung angewiesen gewesen. Diese Methode funktioniert vor allem, wenn viele Vertreter derselben Art auf engem Raum zusammen sind. Dies ist zum Beispiel im Nadelwald der Fall, wo ja Nacktsamer leben, oder im Getreidefeld, wo sich die Bedecktsamer nachträglich wieder auf Windbestäubung umgestellt haben. 
An vielen anderen Standorten ist die Insektenbestäubung aber deutlich überlegen. Vor etwa 110 Millionen Jahren traten die Bedecktsamer ihren Siegeszug an, heute stellen sie mit ungefähr 240 000 Arten die bei weitem größte Pflanzengruppe der Erde. 

Weiterführende Kapitel