Schlauchpilze (Ascomyceten)

(lat. ascus = Schlauch; gr. mykes = Pilz)
Pilze, die bei der geschlechtlichen Vermehrung einen Ascus (Schlauch) als Sporenbehälter ausbilden. 
Die Schlauchpilze sind keine typischen Mykorrhizapilze. Bei einigen Symbioseformen (Ektomykorrhiza, Ericoide Mykorrhiza) sind aber auch sie anzutreffen.



Die Schlauchpilze umfassen mit etwa 30 000 Arten sehr viele verschiedenartige Organismen, die sich alle durch eine ähnliche Art und Weise der Fortpflanzung auszeichnen. Zu ihnen gehören einfache Saprophyten wie die Hefen (Saccharomyces) und Schimmelpilze der Gattungen Aspergillus (Gießkannenschimmel) und Penicillium (Pinselschimmel). Pilze der Gattung Aspergillus produzieren Aflatoxine, gefährliche Pilzgifte, und verursachen zudem bedrohliche Pilzerkrankungen bei Tier und Mensch. Die Gattung Penicillium hingegen kann als menschenfreundlich bezeichnet werden. Neben ihrer Bedeutung als Antibiotikaproduzenten (Penizillin), ist sie auch für das Aroma vieler Käsesorten zuständig (Penicillium roquefortii/Penicillium camemberti).

Weitere bekannte Vertreter sind die Erreger des Echten Mehltaus (Erysiphales), wichtige Pflanzenschädlinge und der Mutterkornpilz Claviceps purpurea. Aber auch die meisten Pilzpartner bei den Flechten entstammen der Gruppe der Schlauchpilze, ebenso einige interessante Speisepilze wie die Morcheln (Morchella, hier abgebildet) und Trüffel (Tuber).

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